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Südafrika

Unsere Route durch Südafrika

In Südafrika haben wir eine andere Welt betreten. An jeder Ecke gibt es Supermärkte und Geldautomaten und wir erwischen uns immer noch dabei, dass wir bei jeder Gelegenheit, etwas einzukaufen, unser Auto voll laden und uns am Bankautomaten die Taschen voller Geld stopfen, nur um dann am nächsten Camp festzustellen, dass alles immer verfügbar ist und sowieso mit der Kreditkarte bezahlt wird. Und noch immer finden wir uns häufig in ungläubigem Erstaunen darüber, dass ein Licht angeht, wenn man auf einen Knopf drückt und das aus einer Wasserleitung tatsächlich heißes oder kaltes Wasser in Trinkqualität fließt. Auch mal ganz nett...

Mehr dazu lest ihr in unserem ersten Bericht:
Das etwas andere Afrika - Die ersten Tage im "Afrika der Weißen"
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Aber: Südafrika ist ein wunderschönes Land mit herrlicher, vielerorts noch unberührter Natur und auch außerhalb der zahlreichen Nationalparks springt immer mal wieder eine Antilope über die Straße. Dazu gibt es einsam gelegene Camps und da weckt einen morgens schon mal ein Pavian, der aufs Auto klettert.
 
Wenn einen nicht vorher schon die Kälte aus dem Bett treibt. Schon wiederholt hatten wir nachts Temperaturen unter dem Gefrierpunkt und einmal zeigte sich das ganze Land im gleißenden Morgenlicht unter einem funkelnden weißen Kleid aus Reif.
 
Ein ganz besonderes Highlight waren die Cedarberge und das südliche Namaqualand, dass sich um diese Jahreszeit im üppigen Bunt unzähliger Blumen zeigt. Nach dem ersten Frühlingsregen fängt dort die Wüste an zu blühen und entfaltet eine unglaubliche Farbenpracht.

Blütenpracht im Namaqualand


 
Im De Hoop Nature Reserve  kann man von der Küste aus Wale beobachten. Diese bis zu 16 m langen Meeressäuger kommen zur Geburt und Aufzucht ihrer jungen ganz nahe ans Ufer. Ihre Jungen messen bereits bei Geburt im Durchschnitt 6,1 m und trinken 600l Muttermilch. pro Tag!

Wenn wir irgendwann mal die Zeit dazu finden, werden wir hier wieder Hunderte von Bildern aus den verschiedenen Regionen präsentieren.

Inzwischen sind wir auf der Heimreise:

Am 1. September 2008 haben wir Cape Agulhas erreicht. Den südlichsten Punkt Afrikas. Den südlichsten Punkt, den man von Europa aus überhaupt auf dem Landweg erreichen kann. Von nun an geht es also wieder nach Norden – Richtung Heimat.
 
Cape Agulhas liegt bei S 34° 50', E 020° 00', ziemlich genau 9411 km südlich von Leingarten, unserer Heimatgemeinde in Deutschland. „As the crow flies“, wie man hier so schön sagt, „wie die Krähe fliegt“
 
Wir wissen nicht, ob die Krähe überhaupt so weit fliegt, und schon gar nicht, ob sie das auf dem direkten Weg tut und wie lange sie dazu braucht. Wir jedenfalls haben in 586 Tagen 48.200 km zurückgelegt bis zu diesem Punkt. Mehr als fünfmal so viel wie die Krähe. Und immerhin fast doppelt so viel, wie wir uns das bei unserer ersten Planung gedacht hatten.
 
Dafür haben wir den Kontinent nicht nur aus der Vogelperspektive gesehen. Wir schauen hinter die Kulissen und schreiben, was wir hier erfahren. Über AIDS zum Beispiel:

AIDS IN AFRIKA - Ein Kontinent stirbtDruckversion öffnen...

Die Seuche breitet sich aus wie die Pest im Mittelalter. Ganze Landstriche werden entvölkert. Aids zerstört Familien, ruiniert Sozialsysteme, lässt Volkswirtschaften kollabieren. Der Kampf gegen das HI-Virus ist für den Kontinent überlebensnotwendig. Doch weite Teile der Bevölkerung vertrauen dubiosen Heilern und die Ignoranz vieler Politiker und das Festhalten der Kirche an ihrer restriktiven Lehre ist mitverantwortlich für Millionen Tote [mehr...]

Im Rahmen der Recherchen zu diesem Feature haben wir ein Gespräch mit dem katholischen Pfarrer und Buchautor Stefan Hippler geführt. Hier das Porträt dieser außergewöhnlichen Persönlichkeit:

"Ich lasse mir das Denken nicht verbieten"
Ein katholischer Priester kämpft gegen Aids in Afrika
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Es gibt nicht viele Gründe, optimistisch zu sein, wenn man sein Leben dem Kampf gegen Aids in Afrika verschrieben hat. Und noch weniger, wenn man dabei auf die Hilfe der katholischen Kirche baut. Der katholische Pfarrer Stefan Hippler aber nennt sich selbst einen „unverbesserlichen Optimisten“, vertraut auf Gott und lässt sich das Denken nicht verbieten. [mehr...]

Und: Pläne sind schließlich dafür da, an die Realitäten angepasst zu werden.  Die normative Kraft der Freiheit, sozusagen....

Frei zu sein, das war auch das Motiv für Andrea und Moritz Konrad aus der Enge einer Zweizimmerwohnung in München auf eine Farm in Südafrika umzusiedeln. Hier ein Porträt über die beiden und ihre kleine Familie:
Anders lebenDruckversion öffnen...

Es gibt Menschen, die träumen sich ihr Paradies. Und Milch und Honig ist den meisten nicht genug. Und es gibt Menschen, die brauchen solche Träume nicht. Und ihr Leben ist hart und selbstbestimmt und frei. [mehr...]

Informationen

Carnet de Passage - Sonderbestimmung in der Südafrikanischen Zollunion