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Newsletter 01/09

Omaruru, Namibia, 15.03.2009:

Von Mitte Dezember 2008 bis Ende Januar 2009 waren Jana und Ihre kleine Tochter Malia - zu Beginn der Reise noch keine 6 Monate alt - bei uns in Namibia zu Besuch.

Es wäre gelogen, zu behaupten, dass das immer ganz einfach gewesen wäre: Die Distanzen in Namibia sind riesig und nicht selten sind mehr als 100 km zwischen zwei Schatten spendenden Bäumen zurückzulegen

In Namibia gibt es wenig Schatten zum Stillen...

 

Trotzdem hatten wir sehr viel Spaß miteinander und wir haben mit Jana und Malia viel Interessantes erlebt...

Malia mit einem Erdhörnchen Tanja und Malia beim Baden Jana mit Malia Kim mit Malia vor der Seehundkolonie bei Cape Cross

Wir haben uns auf die Umgebung von Windhoek, die Küste um Swakopmund und die Namib um Sossusvlei beschränkt. Trotzdem kamen auf unserer kleinen Runde zu viert mehr als 3000 km zusammen.

Nach vielen Monaten in Afrika ist in uns der Wunsch herangereift, Afrika "rund" zu machen und irgendwann über die Westroute wieder nach Europa zurückzukehren. Schon der Beginn der Vorbereitungen stellte uns aber vor ungeahnte Schwierigkeiten: Die Beschaffung von Visa für Angola in Namibia scheint noch schwieriger geworden zu sein, als sie ohnehin schon immer war. Die Angolanische Botschaft in Windhoek jedenfalls wollte uns nicht einmal die Antragsformulare aushändigen. Nach ausgiebigen Recherchen vor Ort und im Internet haben wir uns schließlich entschlossen, unsere Zweitpässe nach Deutschland zu schicken und es über die Vertretung von Angola in Berlin zu versuchen. Eine Kurzfassung der Geschichte findet ihr hier...

Nun galt es also, die kalkulierte Wartezeit von etwa 4 Wochen zu überbrücken. Zudem wäre unsere Aufenthaltsgenehmigung für Namibia in der Zwischenzeit abgelaufen. So entschlossen wir uns, noch einmal nach Südafrika auszureisen, um unsrer geliebten Kgalagadi noch einmal einen längeren Besuch abzustatten...

Fahren durch die roten Sanddünen im Kgalagadi Transfrontier Park Kurz vor einem Gewitter... Leopard in der Kgalagadi

...und anschließend noch den östlichen Teil des sogenannten Namaqua Eco Trails, einer Allradstrecke entlang des Orange Rivers, zu fahren. Hier bewegt man sich auf über 300 km durch wunderschöne Natur, ist dabei meist allein und hat die in Südafrika seltene Gelegenheit, wild zu campen...

Namaqua Eco Trail Camping am Orange River

Zurück in Namibia - tatsächlich haben wir an der Grenze erneut ein 90 Tage Visum erhalten - führte unser Weg zunächst an die Küste nach Lüderitz und dann weiter durch die unendlichen Weiten der südlichen Namib.

Häufig werden wir gefragt, ob es uns nach so einer langen Zeit und wiederholten Besuchen im südlichen Namibia nicht langsam langweilig werde. Eine Antwort auf diese Frage versuchten die folgenden Bilder zu geben:

Blumenmeer in der Wüste... Lichtstimmung bei Sossusvlei Kakteenblüte in der Wüste...

Aber: Ein Bild kann die Faszination, die von diesem Land ausgeht, doch nicht wirklich wiedergeben...

Die Regensaison in Namibia fällt dieses Jahr besonders ergiebig aus. Die Einheimischen freuen sich, auch wenn in Teilen des Landes Land unter gemeldet wird und das Wasser schwere Schäden an Straßen und Gebäuden verursacht. Wir standen mehr als einmal vor einem tosenden Fluss,  wo sich sonst nur eine kaum merkliche Senke in der Piste findet:

Regenzeit in Namibia: Ein Revier geht ab...

 

Zurück in Windhoek konnten wir unsere druckfrischen Visa für Angola in Empfang nehmen und die Visa für die DR Kongo waren schnell besorgt. Nun sind wir auf der Reise nach Norden. Bis spätestens 25.04.09 müssen wir nach Angola ausgereist sein...